| Von Cowboys und Elfen (UA) von Tim Staffel. Produziert vom Theater Konstanz |
| Tim Staffel hat dieses Stück für die Musikerin und Regisseurin Alexandra Holtsch geschrieben. Folgerichtig ist ’Von Cowboys und Elfen’ ein Text, der an die jahrelange Zusammenarbeit der beiden Künstler anknüpft, ein Sprech-Stück, in dessen Verlauf sich einzelne Passagen sprachlich geradezu verselbständigen, sich in einer starken Rhythmisierung verlieren, ein musikalisches Eigenleben entwickeln. Die Figuren des Stücks, Elli und Elisabeth, sind zwei Frauen, deren Leben und Erinnerungen einander überlagern und ergänzen. Elisabeth kommt an in einer Wohnung, die Elli gerade im Begriff ist zu verlassen – endgültig. Zunächst scheinen sie einander fremd – doch die Begegnung führt zu verblüffenden Entdeckungen. Nicht nur die Gegenstände und Möbel, auch sehr private Erinnerungsstücke scheinen nicht einer allein zu gehören. Sämtlichen Erinnerungen gemeinsam ist auch das Grundthema, der Tod von Menschen, die in dem Leben der Frauen eine Rolle spielten. Die Hintergründe ihrer Freitode enthüllen das Schreckensgesicht des Krieges. Zwei sehr gegensätzliche kultische Glaubenswelten bieten den Frauen Erklärungsmuster für den Umgang mit den Toten in ihrem Leben: der mexikanische Totenkult, in dem die Lebenden fröhliche Feste mit den Geistern der Toten feiern und der Glauben an die Bewohnbarkeit von Steinen, Orten und Pflanzen durch das Volk der Elfen in Island. Inszenierung: Alexandra Holtsch | Musik: Alexandra Holtsch, Vicki Schmatolla |
| Raufaser (3:08) |
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